Ohne Handy ist man aufgeschmissen. Fast Jeder hat sein Smartphone immer bei sich und ist auch fast immer erreichbar. Wichtig ist daher auch die Sim-Karte die in dem Gerät steckt. Mit der Wahl des richtigen Handyanbieters kann einiges an Geld gespart werden.

Als Erstes sollte man klären, wie viele Leistungen man im Vertrag benötigt, um später einen exakt passenden Vertrag zu finden. Verschickt man nur ein paar wenige SMS’s, lohnt sich wohl keine SMS-Flatrate. Telefoniert man nicht viel, reichen eventuell auch ein paar Freiminuten. Für die Meisten ist das Internet-Datenvolumen am wichtigsten. Ist der Umfang im Vertrag zu gering, wird schon lange vor Ende des Monats der Vertrag gedrosselt und man surft mit sehr langsamer Geschwindigkeit. Das sorgt dafür, dass außer Messaging mit Diensten wie Whatsapp und Telegram nichts mehr am Handy gemacht werden kann.
Wie viele SMS, Telefonminuten und Daten man braucht, findet man auf seinem Einzelverbindungsnachweis des aktuellen (alten) Vertrags, oder auf der Rechnung. Hat man solche Referenzwerte nicht, gibt es einige Apps, mit denen man seinen Verbrauch überwachen kann. Vorsicht: Manche Verträge bieten eine Datenautomatik, das heißt bei verbrauchtem Datenvolumen wird automatisch und kostenpflichtig nachgebucht. Deshalb hilft es sein Datenvolumen immer im Blick zu behalten.

Am iPhone ist die Überwachung von Freiminuten sowie Datenvolumen bereits integriert. Unter Einstellungen > Mobile Daten lässt sich genau nachvollziehen, wie viel Datenvolumen welche App gebraucht hat und wie viel telefoniert wurde. Dies muss man allerdings manuell auf null stellen (ganz unten). Es empfiehlt sich, die Werte monatlich zurückzusetzen, um immer einen Vergleich zu haben.

Am Android Smartphone findet man unter Einstellungen > Datennutzung ein Diagramm über die Nutzung der Mobilen Daten. Für Anrufe und SMS gibt es viele Apps, die die Nutzung aufzeichnen.

Am Windows Phone findet man eine Übersicht der Datennutzung der letzten 30 Tage. Für Anrufe und SMS sind zusätzliche Apps notwendig.

Den Verbrauch von SMS sollte man in etwa abschätzen können. Die genaue Zahl ist dabei nicht relevant, eher ob es sich auf 10 pro Monat beschränkt, oder doch deutlich mehr werden.

Ist die Frage nach dem Verbrauch geklärt, kommt die Frage nach dem Netz. Hierfür sind natürlich der Wohnort sowie häufige Aufenthaltsorte entscheidend. Auf dem Land gilt meistens: Benötigt man schnelles Internet, ist man besser im Netz von Vodafone oder Telekom mit LTE. Für stabile Leitungen und guten Handyempfang ist meist das Telekom-Netz am besten geeignet. o2 macht ihnen derzeit sehr starke Konkurrenz durch die Verbindung des ehemaligen E-Plus-Netzes mit dem o2-Netz. Günstiger werden die Tarife aber im Netz von o2. Ist man die meiste Zeit in Städten unterwegs, ist oft der Unterschied zwischen den Netzen gar nicht spürbar.
Für schnelles Internet ist außerdem die Verfügbarkeit von LTE entscheidend. Zwar braucht man nicht zwangsläufig 150 Mbit/s Datenleitung (dies entspricht etwa 20 Whatsappfotos pro Sekunde), es reichen auch die 3G/HSDPA Bandbreiten von etwa 40 Mbit/s. Jedoch ist nicht überall wo LTE verfügbar ist auch 3G/HSDPA verfügbar. Die Handyanbieter haben in ländlichen Regionen den Ausbau von LTE sehr stark vorangetrieben, um schlechten DSL-Ausbau zu kompensieren. Hier wurde häufig der etwas langsamere Standard gar nicht auf Mobilfunkmasten installiert.
Eine genaue Netzabdeckung vom Telekom (D1)-Netz findet man hier: https://www.telekom.de/start/netzausbau
Die Netzabdeckung vom Vodafone (D2)-Netz ist hier zu finden: https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/netzabdeckung.html
Der O2-Netzausbau ist hier zu sehen: https://www.o2online.de/service/netz-verfuegbarkeit/netzabdeckung/

Bei der Netzwahl ist es auch wichtig, nicht zwangsläufig auf das beste Netz zu setzen. Oft ist der Ausbau eines schlechteren Netzes auch gut genug und man kann hier viel Geld sparen.

Nach der Suche nach dem richtigen Netz kommt die Frage, ob man ein neues Handy zu seinem Mobilfunkvertrag möchte oder benötigt. Man sollte sich diese Frage stellen, bevor man Verträge sucht, denn nur, wenn man vorher weiß, welches Smartphone man will, kann man die Tarife tatsächlich vergleichen. Aber Vorsicht: Nicht immer ist es billiger, einen Vertrag mit Smartphone zu bestellen, manchmal ist es die günstigere Alternative, das Smartphone beim Hersteller direkt zu beziehen.

Ist man sich beim Smartphone sicher, bleibt noch zu klären, von welchem Anbieter der DSL Festnetzanschluss zu Hause ist. Ist dieser Anschluss von der Telekom, bietet diese einen Magenta 1 Vorteil. Bestellt man einen Mobilfunkvertrag der Telekom dazu, bekommt man 10€/Monat Rabatt auf diesen, sowie sogenanntes LTE Max (Also so schnelles LTE wie verfügbar). Außerdem erhält man für den Festnetzanschluss eine Flatrate in alle Mobilfunknetze. Dieser Magenta 1 Vorteil kann auch über Partner der Telekom gebucht werden, die sogenannte „Magenta“-Tarife verkaufen. Diese sind meist auch so gekennzeichnet.
Ähnlich ist es bei DSL oder Kabelanschlüssen von Vodafone (oder Kabeldeutschland). Hier gibt es die sogenannte Gigakombi, die im Wesentlichen dieselben Rabatte bietet wie der Magenta 1 Vorteil. Dieser kann allerdings nur für Verträge gebucht werden, die direkt bei Vodafone abgeschlossen wurden. Bei der Telekom ist es hierfür wichtig, dass der Mobilfunkvertrag und der DSL Vertrag auf dieselbe Adresse angemeldet sind. Bei Vodafone ist hier nicht die Adresse, sondern nur die Bankverbindung relevant, es muss also vom selben Bankkonto abgebucht werden.


Jetzt beginnt die tatsächliche Suche nach Anbietern. Nicht zwangsläufig muss man einen Vertrag bei Vodafone, Telekom, o2 oder Base kaufen. Es gibt sehr viele Discounter, die meist noch sehr viel günstigere Tarife anbieten. Diese findet man, indem man danach sucht (z.B.: in Google).
Eine schöne Übersicht, welche Handyverträge aktuell günstig sind, findet man bei mydealz.de. Hier einfach in die Suchfunktion „Die besten Handytarife“ eingeben. Man findet dort eine Übersicht guter und günstiger Handyverträge mit und ohne Smartphone und mit besonderen Rückzahlungsangeboten etc., sortiert nach Kalenderwoche.
Ist einem das nicht zu viel Aufwand, kann ein Handyvertrag sehr viel günstiger werden, wenn man ein neues Smartphone der Oberklasse (Samsung, Apple…) mitbestellt und dieses danach weiterverkauft. Vorsicht, beim Weiterverkauf erlischt eventuell die Händlergewährleistung. Die Garantie bleibt jedoch in der Regel bestehen.
Wichtig beim Kauf eines Handyvertrags ist, dass man sehr viel vergleicht und häufig hilft es, auch einmal anzurufen und sich Verträge telefonisch vorschlagen zu lassen, da hier manchmal noch Sonderpreise möglich sind. Wichtig beim Preisvergleich ist, den tatsächlichen Preis auf zwei Jahre Vertragslaufzeit auszurechnen und sich nicht von drei Monaten kostenloser Grundgebühr oder Anschlussgebühren durcheinanderbringen zu lassen.

Gute Discounteranbieter sind zum Beispiel: Lidl Connect (D2), Aldi Talk (o2), Klarmobile (D1, D2, O2), Congstar (D1), uvm…
Um Original O2, Telekom oder Vodafone Verträge zu bekommen, sind meist Partner günstiger. Zum Beispiel: logitel.de, mobilcomDebitel, 7mobile.de, uvm…

 

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